Die Hoch- bzw. Lichtelfen verstehen sich als die älteste Rasse nach den Drachen. Sie lebten in Einklang und lernten von einander. Über Jahrtausende hinweg - nachdem die Hochelfen mit den Drachen die bekannte Welt verließen - waren sie eine isolierte Gesellschaft, welche ihre Ideale und Lebensart nur an der eigenen Rasse festsetzte und dabei alle anderen Rassen vergaß und außen vor ließ. Die Geschichte der Hochelfen auf Lostland beginnt zu der Zeit, da die ersten Hochelfen zurückkehren um zu sehen, was aus der alten Welt geworden ist.
Wer einen Hochelfen spielen möchte, sollte sich fragen in wiefern ein Hochelf, der in einer isolierten Gesellschaft aus Hochelfen und Drachen aufwuchs wohl in wieweit auf die andern Völker zuzugehen vermag und noch wichtiger... wie viel Zeit er sich auch hier lässt. Die Hochelfen sind nicht der Stagnation verfallen, aber ihre Zeitrechnung ist etwas anders. Rechnet ein Mensch in Jahren, so denkt ein Hochelf in Aeonen. Ein Aeon umfasst etwa 144 Jahre und ist für den Hochelfen eine fassbare Zeitspanne, während ein Jahr nicht mehr ist als ein Augenblick. Dieser Hintergrund macht einen jeden Elfen aus, aber der Elf begibt sich nun in eine Welt, die dem Wandel unterliegt. Der Wandel ist dem Elfen auch nicht fremd, aber die Lebensspanne des Elfen gibt ihm die Möglichkeit alles etwas ruhiger anzugehen. Hochelfen werden von den anderen Völkern meist als arrogant angesehen, jedoch ändern sich die Zeiten und einige der jüngeren Hochelfen brechen die Jahrhunderte dauernde Isolation und begeben sich unter Menschen. Diese sind, da sie die jüngste Rasse dieser Welt darstellen, für sie wie Kinder, denen die Weisheit und vieles an Wissen fehlt. Daher kümmern sie sich um diese auch wie um Kinder und zeigen ihnen in oft nicht ganz einfacher Art, was es heißt zu wissen. Dies wird von Menschen oft als unnötige Belehrung empfunden.
Aussehen der Hochelfen
Ihre makellosen Züge und ihre klare Haut verleihen ihnen ein reines, unnahbar schönes Aussehen. Diese Schönheit wird meist durch die Haare verstärkt, die oft silbern oder golden glänzend das Gesicht einrahmen. Das lange Haar ist gut gepflegt und wird fast immer offen getragen. Die Farbe des Haares variiert im Laufe des Lebens. Weitere Körperbehaarung ist den Elfen fremd. Ihre Augen sind mandelförmig und ihre spitzen Ohren etwas kleiner als die eines Menschen. Ihre Augenbrauen sind schmal und laufen knapp über der Nasenwurzel zusammen. Sie sind um die 2,0 –2,3 Schritt groß und überragen somit einen Großteil der anderen Rassen um Längen. Ihr Körperbau ist schlank und grazil. Körperliche Gebrechen, wie sie im Alter bei den Menschen auftreten kennen sie nicht, denn ein Elf ist bis in seine letzten Lebensjahre hinein in perfekter körperlicher und geistiger Verfassung.
Kultur der Hochelfen
Hochelfen sind ein elegantes Volk. Sie führen gerne Gespräche und geben sich dem Leben hin. Nicht auf dekadente und verweichlichte Art wie die Menschen, sondern immer im Rahmen ihrer hohen kulturellen Ansprüche, die da beispielsweise wären: Theaterbesuche, Gedichtlesungen und Liedvorträge. Wortgefechte sind unter den Hochelfen beliebt, ist es für sie doch das Schönste, einen Wettstreit auf geistiger Ebene auszuführen. Und so kann es vorkommen, dass sich derartige Diskussionen über mehrere Wochen hinziehen, unterbrochen lediglich durch die Mahlzeiten und kurze Schlafphasen, sowie Auflockerungen in Form anderer kultureller Darbietungen.
Im Laufe ihrer langen Kulturgeschichte haben die Hochelfen beeindruckende Kunstwerke geschaffen und in nahezu allen Bereichen eine fast buchstäbliche Perfektion erlangt.
Die Sprache der Hochelfen
Die Sprache der Hochelfen ist Sindarin, aus ihr bzw. aus deren Urform, dem Quenya, stammt auch der Name, den die Hochelfen sich selbst geben, die Calaquendi - Lichtelfen. Sindarin ist die Umgangssprache und wird in nahezu allen Lebenslagen verwendet. Es ist, ähnlich dem Isdira der Waldelfen eine sehr melodische Sprache, im Gegensatz zu diesem aber äußerst komplex und schon aufgrund der komplizierten Grammatik von einem anderen Wesen kaum erlernbar.
Eine Besonderheit des Sindarin und auch eines der großen Hindernisse beim Erlernen der Sprache stellt der Wortreichtum dar: oftmals gibt es für die selben Dinge mehrere, sich stark unterscheidende Vokabeln, deren Gebrauch sich von der jeweiligen Sichtweise und der aktuellen Situation ableitet.
Nur zu äußerst seltenen Gelegenheiten wurde außerdem die Zeremonial- und Ursprache verwendet, die eben den Namen Quenya trägt, allerdings inzwischen weitgehend in Vergessenheit geriet und kaum mehr benutzt wird.
Neben der eigenen Sprache beherrschen die meisten Hochelfen auch eine Reihe anderer Sprachen, die sie im Laufe ihrer Ausbildung gelehrt bekommen. Die fließend gesprochenen Sprachen sind zumeist Isdira, also die Sprache der Waldelfen und der gängigste Dialekt der Menschen.
Das Wesen der Hochelfen
Hochelfen sind immer höflich, allerdings in einer von anderen bisweilen als arrogant empfundenen Art. Sie achten andere Wesen, fordern aber gleichzeitig Achtung von diesen, da sie als die älteste Rasse einfach mehr Reichtum an Wissen und Erfahrung besitzen. Auch im Umgang miteinander sind sie immer höflich, verzichten aber auf das bei und gegenüber den Menschen übliche „Ihr“, da für sie jeder Hochelf auf der gleichen Ebene steht.
In ihrer Gesellschaft gibt es keine Verbrechen, weder Diebstahl noch Mord, Lichtelfen sind nicht einmal zur Lüge fähig - die Möglichkeit dieser Handlungen existiert einfach nicht in ihrem Verstand. Aus diesem Grund bekämpfen Hochelfen das Böse auch nahezu fanatisch und setzen alles daran, es zurückzudrängen um es schlussendlich auszurotten. Das bedeutet aber nicht, dass Lichtelfen unvorsichtig und überstürzt handeln, ihre Pläne sind immer ausgereift und durchdacht. Wenn es ihnen möglich ist, versuchen sie die Probleme auf elegante Art zu lösen, doch sind sie immer bereit auch selbst zur Waffe zu greifen, wenn es notwendig ist um den Sieg des Guten herbeizuführen.
Ein Hochelf behält in jeder Situation seine Würde und seinen Stolz. Selbst wenn er in eine aussichtslose Situation kommt, wird er nicht um sein Leben betteln und flehen, sondern lieber für seine Überzeugung sterben. Ein Elf würde ein Wesen nicht zum Kampf provozieren.
Lebenszyklus der Elfen
Wird ein Elf gezeugt, so ist dies ein geistiger Akt, bei dem ein Teil der Individualität der beteiligten Schöpfer auf das neue Wesen übergeht. Wie auch bei den Menschen werden Elfen von weiblichen Erwachsenen geboren, in denen ihre körperlich, irdische Präsenz heranreift. Die Zeit der Schwangerschaft kann unterschiedlich sein, jedoch ist sie wesentlich länger als die der Menschen. Eine Durchschnittliche Dauer beträgt in etwa 2 Jahre. In dieser Zeit reift ein Elf vor allem in geistiger Hinsicht heran. Nicht selten kommen Elfen mit einem ausgeprägten Sprachgefühl auf die Welt. Fernab dieser Besonderheiten verläuft jedoch die Kindheit bis zu einem Alter von 7 Jahren bei den Elfen wie bei den Menschen gleich ab. Körperliche und auch geistige Entwicklung entsprechen sich. Mit einem Alter von 8-10 Jahren jedoch beginnt der Körper das Altern bis auf ein Minimum zu reduzieren, wohingegen das geistige Potential sich nun zu entfalten vermag. Elfenkinder lernen in der Regel wesentlich schneller, wenn es darauf ankommt; jedoch ist es selten der Fall, dass in der Elfengesellschaft Eile geboten ist. Somit sind die Elfen in ihrer Entwicklung meist eher hinterher, was nicht an der Auffassungsgabe liegt, wohl aber am Übermaß an Zeit, dass sie den Menschen gegenüber haben.
Alter: 1-10 Jahre: In dieser Zeit entspricht ein Elf oft einem Menschen, sowohl in körperlicher Entwicklung als auch in geistiger. Ausnahmen sind aber nicht selten.
10-100 Jahre: In dieser Zeit erlebt ein Elf die Jugend. Erreicht er ihr Ende, so gleicht er einem etwa 25-jährigen Menschen. Die Entwicklung von Seele und Verstand jedoch ist in dieser Zeit sehr schnell vorangegangen, so dass ein Elf diesen Alters in Fragen des Lebens und des Verstandes einem Menschen voraus ist.
100-350 Jahre: Dies ist die Zeit des jungen Erwachsenseins. In Wissen und Weißheit hat ein Elf in dieser Phase jeden Mensch übertroffen. Gegen Ende dieser Lebensphase erreicht ein Elf meist sein entgültiges körperliches Aussehen. Er gleicht einem 30-40-jährigen Menschen.
Auch die Liebe mag in dieser Phase einen Elfen erreichen, so denn er einen Seelenverwandten trifft. Elfen binden sich ewig mit ihren Lebensgefährten und haben eine sehr geistig, spirituell geartete Verbindung zueinander. Nicht selten führt diese Verbindung dazu, dass beide Wesen zum selben Zeitpunkt die Auflösung wählen. Oder aber der eine Partner dem anderen in den Tod folgt, sollte einer von beiden sterben.
350-600 Jahre: Das Erwachsenenalter. Diese Zeit ist die hohe Blüte des Lebens eines Elfen. Meist erst in dieser Zeit beschließen Elfen das Ritual der Zeugung durchzuführen und neues Leben zu erschaffen.
600-900 Jahre: Das Hohe Alter. In dieser Phase hat ein Elf meist hohes Ansehen in der Gesellschaft erreicht und ist Meister seines Faches geworden. Vielleicht auch mehrerer Künste. In diesem Alter beginnen Elfen sich vermehrt um den Nachwuchs zu kümmern und ihn mit Weisheit und Wissen zu lehren.
900-? Jahre: Ab dieser Zeit hat ein Elf das ehrwürdige Alter erreicht und die meisten Elfen wählen die Auflösung um Platz zu schaffen für neue Wesen ihrer Art. In dieser Phase hat ein Elf auch meist die Aufgabe seines Lebens erfüllt und geht somit in ein anderes Leben weiter. Doch bleiben auch wenige dennoch hier und suchen sich neue Aufgaben, die sie mit unermüdetem Eifer weiter bearbeiten. Eine dieser Elfen, die nie diese Welt verließen, mag Lill sein, die damals in der Geburtsstunde der Menschen von den Schöpferkräften Nurdra und Zerzal mit göttlicher Kraft gesegnet wurde und nun eine Freundin und Mutter mancher Elfen darstellt.
Hochelfen im RP und Outgame-Hinweise
Bei Hochelfen werden keine bösen Gesinnungen geduldet. Ausgestoßene Lichtelfen wird es, wenn überhaupt nur aus Ingamesituationen heraus geben. Sie sind sehr schwer zu spielen. Anmerkend ist zu sagen, dass solche bemitleidenswerte Geschöpfe meist nicht mehr länger als 10 Jahre Leben. Es bedarf einer Genehmigung durch den Rassen-GM.
Hochelfen verstehen sich als Krone der Schöpfung, was je nach Person, stärker oder schwächer ausgeprägt ist. In jedem Fall ist ein Hochelf souverän und selbstbewusst.
Die Sprache sollte in einigen wichtigen Sätzen beherrscht werden. „Grüße“, „Wie geht es...“, „Mein Name ist....“, „Ja“, „nein“. Niemand soll eine neue Fremdsprache erlernen, aber diverse Links im Internet bieten die Möglichkeit zum glaubhafteren Ausspielen eines Hochelfen.
Hochelfen begeben sich nicht sehr gerne unter andere Völker. Jedoch kommt es vor, dass wenige Elfen manche Vorbehalte ablegen und zu einigen Vertretern anderer Völker im Laufe von Jahren fast eine Art Freundschaft entwickeln.
Hochelfen schätzen Gewalt nicht, allerdings gelten sie als fanatisch gut. Sie verkörpern das Gute auf der Welt und werden jede Art von Ungerechtigkeit entsprechend ahnden. Auch sind die Hochelfen sofort zur Stelle, wenn irgendwo auch Angehörige anderer Rassen bedroht sind und greifen entsprechend ein. Das entspricht ihrer Natur.
Drachen gegenüber verhalten sich Elfen in der Regel sehr respektvoll, doch sollte ein böser Drache - welche es zuweilen gibt - Unheil verbreiten und das Gleichgewicht stören bzw. bedrohen, wird sich ein Hochelf auch hier gedrängt fühlen einzugreifen. Jedoch immer respektvoll und ehrfürchtig, vor der Macht eines Drachen. Kein Elf wird sich einer bloßen Drachenjagd anschließen.
Elfen schätzen und hüten das Prinzip von Werden und Vergehen, von Leben und Tod. Untote widersprechen diesem Weltbild der Elfen, denn Untote verspotten das Leben und trotzen dennoch dem Tod. Diese unbeseelten Kreaturen zu vernichten ist eine Art Lebensaufgabe und erklärt, warum Untote zu den größten Feinden der Elfen zählen. Die umherirrenden Seelen sind für Elfen dem Leben zuzuordnen und werden nicht präventiv vernichtet. Vergreifen sich jedoch Körperlose an Lebewesen, so werden sie zur Ruhe gerufen.
Hochelfen sind allgemein friedliebend, man wird also keinen Elfen treffen, der einen Kampf erzwingt oder provoziert.
Hochelfen gehen nicht in die Stollen um Erz zu schürfen. Sie sind einfach nicht geschaffen für die Tiefen der Erde... Ihre Handwerker dürfen allerdings an der Bergwand unter freiem Himmel Erz abbauen. Das Mondsilber für ihre feinen Rüstungen ist allerdings nicht im groben Gestein zu finden. Ihre Abneigung gegen das Dunkel der unterirdischen Gefilde drückt sich auch in ihrer Abneigung gegen Höhlen aus. Nur widerwillig gehen sie alleine in Höhlen und sie werden wohl nicht lange dort verweilen. In der Gruppe fühlen sie sich da schon etwas sicherer. Wenn sie jedoch in Erfüllung einer Aufgabe oder gar zum Schutz eines Freundes ihr Geleit anbieten, werden sie auch mitgehen und in der Not ihr Leben für das des Freundes geben. Freunde sind in erster Linie andere Elfen, nur schwer und sehr langsam können sich wahre Freundschaften zwischen Hochelfen und anderen Rassen entwickeln..
Hochelfen sind stolz und sie ecken an. Fehler oder falsche Tatsachen werden von einem Hochelfen grundsätzlich korrigiert, ob das dem Betreffenden nun passt oder nicht, eine Belehrung wird er bekommen. Auch wenn es gut gemeint ist, es sorgt auf die Dauer für Unstimmigkeiten. Hochelfen haben (in ihren Augen zumindest) immer recht. Wenn ein Angehöriger einer anderen Rasse das nicht akzeptiert, muss ihm der Standpunkt eben erläutert werden. Es braucht schon guter Argumente um einen Lichtelfen von einer anderen Möglichkeit zu überzeugen.
Stehlen und Lügen sind dem Elfen unbekannt. Jedoch erzählen Elfen sehr oft nicht die Wahrheit, welche die Menschen hören wollen. Dies lässt Elfen manchmal unverständlich mysteriös oder eben wieder arrogant und altklug erscheinen.
Die Kleidung der Hochelfen ist immer elegant und darauf ausgelegt, die perfekten Körper ins rechte Licht zu rücken. Was die Farben anbelangt, so gibt es ein großes Spektrum. Bevorzugt werden allerdings meist Pastelltöne, die dann in passender Weise kombiniert werden. Ein dunkles Braun zum Beispiel, würde kein Hochelf tragen, da es als hässlich empfunden wird. In jedem Fall ist die Kleidung eines Hochelfen prunkvoll, ohne gleichzeitig überladen zu wirken. Niemals aber würde ein Hochelf eine Kopfbedeckung in irgendeiner Variation tragen, ausgenommen Stirnbänder. Sie gelten als unschön und werden deswegen abgelehnt.
Ein Hochelf würde niemals eine schwere Plattenrüstung tragen, da diese ihn zu sehr in seinen Bewegungen einschränkt. Einzige Ausnahme ist hier die Plattenrüstung aus Mondsilber (silith’raana), die weniger behindert, als andere. Aus diesem Grund bevorzugen die Krieger Kettenrüstungen, gefertigt aus edlen Metallen, um so größtmöglichen Schutz mit großer Bewegungsfreiheit und Eleganz zu kombinieren. Man munkelt auch dass Magier der hohen Stufen seltene Rüstungen aus Drachenleder bzw. -schuppen tragen, wobei die Hochelfen, als Nachfahren der Drachen, großen Respekt vor eben diesen haben, so dass man annimmt, dass die seltenen Drachenlederrüstungen und Drachenschuppenrüstungen ein Geschenk der Drachen selbst sind und keinesfalls erjagt wurden!
Die Rüstungen werden trotz der hohen Kunstfertigkeit und entsprechenden Eleganz fast ausschließlich im Kampf getragen, zu jeder anderen Gelegenheit bevorzugt ein Hochelf seine herkömmliche Kleidung.
Einfache Lederrüstungen, also Tierhäute, verabscheuen sie. Sie verwenden auch keine groben Waffen wie Äxte oder Streithämmer, sie bevorzugen da schon elegante Klingen wie Langschwerter und gebogene Katana. Ein Vikingschwert ist wiederum zu schwer für ihre Geschicklichkeit. Auch mit der schnellen und eleganten Waffe des Kryss können sie sehr gut umgehen, obwohl diese Waffe nicht sehr beliebt ist. Der Bogen wird ebenso zur Jagd verwendet, wobei eine Jagd immer einen guten Grund haben sollte wie etwa den, einen wichtigen Bedarf zu decken.
Hochelfen glauben nicht an die Götter Lostlands, was nicht heißt, dass sie an deren Existenz nicht glauben. Sie verschreiben sich nur keiner dieser Gottheiten, bis auf die wenigen Elfen, die es schaffen dem Wege Lills zu folgen. Die Gottstellung bei den Elfen nehmen die Drachen selbst ein, da sie weit vor den Götten geschaffen wurden. Obwohl auch die Elfen noch vor den Göttern in die Welt kamen, haben sie Respekt vor den Wesen, die Quell’ar in Macht und Weißheit gleichgesetzt sind. Sonderstellung hat eben nur Lill, da sie eher als Schwester, denn als Gottheit gesehen wird und somit eine wesentlich größere Akzeptanz genießt. Nicht zuletzt, da sie die „Mutter“ der Waldelfen ist.
Hochelfen und ihr Umgang mit anderen Rassen
Andere Elfen:
Zu den Waldelfen haben die Hochelfen ein sehr gutes Verhältnis, sind sie doch die nahesten Verwandten. Auch wenn sich die Kulturen einst getrennt haben, so gibt es doch niemals Feindschaft zwischen den Völkern. Verbindungen sind zwar offiziell nicht gern gesehen, jedoch reell sehr häufig anzutreffen. Die Waldelfen werden geachtet, jedoch haben die beiden Rassen zuweilen recht unterschiedliche Vorstellungen über Aufgaben. Manchmal sehen Hochelfen die Waldelfen als etwas „verwilderte“ Brüder und Schwestern an.
Zwerge:
Mit den Zwergen haben die Hochelfen etwas mehr Schwierigkeiten. Auch den Hochelfen ist zwar die Metallbearbeitung bekannt, doch so ein Aufheben wie die Zwerge wollen sie darum nicht machen. Auch die zwergische Goldgier_ ist ihnen ein Gräuel. Dennoch bewundern sie die Zwerge für ihr Geschick im Umgang mit Metallen. Da sie auch die Zwerge gerne korrigieren und diese das gar nicht mögen, grummelt es von zwergischer Seite des Öfteren. Auch das Heiligtum der Magie bzw. die zwergische Ablehnung eben dieser, führt des Öfteren zu kleinen und größeren Diskussionen.
Menschen:
Die Menschen nehmen bei den Elfen eine besondere Stellung ein. Einerseits sind sie mit den Elfen rein äußerlich nahe verwandt, aber andererseits sind Menschen so anders als Elfen, wie kaum eine Rasse sonst. Elfen sehen Menschen als Kinder an, die man mitunter belehren und auf den richtigen Weg bringen muss. Was den Elfen sehr suspekt ist, ist die Wechselhaftigkeit der Menschen. Drow sind chaotisch, Elfen sind gut, Zwerge sind etwas grob und rau, aber den Menschen kann man keine Zuordnung geben. Sie sind den Elfen zu individuell in der Gesinnung, so dass ein Elf immer etwas vorsichtig und abweisend auf einen Menschen reagieren wird, bis er ihn näher kennt, was dauern kann.
Trolle:
Trolle sind für Elfen belustigend. Trolle stellen für die Hochelfen keine Gefahr dar. Elfen finden Trolle eher amüsant, in Bezug auf ihr Wissen, bzw. Unwissen. Elfen halten die Trolle für etwas beschränkt, meinen dies aber nicht böse. Anders, als bei den anderen Rassen verbessern Elfen Trolle nicht, denn das scheint ihnen schlichtweg unmöglich.
Dunkelelfen:
Die dunklen Brüder werden von den Hochelfen mit Respekt behandelt. Ein Elf würde einen Elfen ja nie töten, aber in Bezug auf die Drow ist dieser Sachverhalt sehr unsicher. Natürlich, ein Hochelf würde den Drow nicht provozieren, sollte dieser aber den Kampf wollen, so wird ein Hochelf sicher darauf eingehen. Solche Kämpfe sind immerhin sehr selten anzutreffen und zeugen von einem gesunden Geist und einer raffinierten Diplomatie.
Halbelfen:
Halbelfen sind für Elfen eigenartige Geschöpfe. Sie tragen Teile eines Elfen in sich und haben doch alle Fehler, die auch ein Mensch besitzt. Sie sind im Allgemeinen nicht gern gesehen und Kontakt zu ihnen wird aufs Äußerste gemieden. Noch seltener als Freundschaften zu Menschen sind solche zu Halbelfen, eigentlich gibt es keine.
Hochelfen und ihre Kenntnisse
Die Haupttalente des Hochelfen liegen wohl in der Magie und in ihrem Geschick mit langen Klingen umzugehen. Oft wird ein Hochelf seine Talente für das Magische nutzen und seine Dienste dem Guten widmen. Die Roben sind nicht unbedingt für einen Hochelfen geeignet, da er immer in einen Interessenkonflikt zwischen Robe und Rasse kommen kann. Daher wird er sich eher in einer eigenen Akademie weiterbilden, die seinen Fähigkeiten eher entspricht. Die zerstörerische Kraft der Schwarzen Roben allerdings ist ihnen gänzlich zuwider. Auch als Schreiber und Schneider, was für die Lichtelfen mehr als Zeitvertreib angesehen wird, entwickeln sie eine hohe Kunst. Hochelfen in denen die Magie nicht so stark ist gehen anderen Tätigkeiten nach. Meisterhafte Krieger gibt es in den Reihen der Hochelfen. Stark, gewandt, stolz und rechtschaffen ist der Elfenkrieger und hochgeschätzt im Kampfe. Nicht weniger meisterhaft entwickeln handwerklich begabte Elfen ihre Künste und fertigen die gewöhnlichsten Dinge derart perfekt an, dass ihnen ein Zauber inne zu liegen scheint. Wie die Waldelfen sind sie gerade mit dem Holze sehr vertraut, dass sie wachsen lassen und erhalten, so dass ein Stuhl noch Wurzeln zu schlagen vermag und ein Tisch Blätter treiben kann.
Akademie-Magier
Der Hochelfenmagier hat ein sehr langes Leben um sein Können zur Perfektion zu bringen. Als Nebenbeschäftigung und zur Entspannung ist er außerdem meist ein hervorragender Schneider. Die hochelfischen Magier spezialisieren sich oftmals in der Elementarmagie, da für sie die Elemente das Gleichgewicht der Welt aufrechterhalten und sie sich als ausgleichenden Teil des Ganzen sehen.
Krieger
Der Hochelfenkrieger trägt leichte Rüstung. Dies kommt seinem geschmeidigen Körper mehr zugute, als schwere und steife Platten. Einzig die Mondsilberplatte, die ihn nicht allzu sehr beeinträchtigt, benutzt er gern, da sie seine Erscheinung besonders gut zur Geltung bringt. Er bevorzugt Langwaffen und Schwerter, weiß jedoch auch mit dem eher untypischen Kryss sehr geschickt umzugehen.
Holzhandwerker
Die Holzhandwerker der Elfen sind wohl nicht mit dehnen der anderen Völker zu vergleichen. In ihren Händen formen sich Gehölze zu allerlei nützlichen Dingen, doch das von ihnen verwendete Holz ist nicht tot. Elfen haben das Geschick, das Leben in einem Stück Holz zu halten und so mag es vorkommen, dass ein Tisch Wurzeln treibt oder ein kunstvoller, elfischer Bogen kleine Blätter austreiben mag. Die Möbel der Elfen wirken lebendige als die der anderen Völker und vermitteln ein harmonischeres, den Elfen sehr wichtiges Gefühl von Heimat.