Auf den ersten Blick sehen Halbelfen wie gewöhnliche Menschen aus,
sie sind größer und robuster als Waldelfen, aber nicht ganz so groß
und stark gewachsen wie Menschen. Im Gegensatz zu den Elfen können
sich männliche Halbelfen einen Bart wachsen lassen, was ihre Herkunft
noch mehr vertuscht. Einen Halbelfen kann man erst erkennen, wenn man
ihm Angesicht zu Angesicht steht, an den leicht gewölbten Augenbrauen,
den fein geschnittenen Gesichtszüge und den spitz zulaufenden Ohren,
was viele Halbelfen durch langes Haar zu verbergen versuchen. Weibliche
Halbelfen gelten bei vielen Menschen als der Inbegriff zeitloser Schönheit
(auch wegen ihrer hohen Lebenserwartung, einem Teil des elfischen Erbes).
Die Halbelfen sind keine wirklich eigenständige Rasse und haben
dementsprechend nur wenig hinsichtlich einer eigenständigen Kultur
aufzuweisen. Halbelfen neigen dazu Einzelgänger zu sein, von einem
Ort zum nächsten wandernd, und nur selten ein dauerhaftes Zuhause
findend. Ein Halbblut muss sich für die Lebensweise eines seiner
Elternteile entscheiden. Dadurch kleiden sich, leben und sprechen
einige von ihnen wie Elfen, während andere die Kultur der Menschen
annehmen.
Wie der Halbelf sich nun entwickelt hängt nun von dem Ort am an dem er
heranwächst. So gibt es wohl durchaus Halbelfen die kein Wort Isdira
verstehen wie auch Halbelfen die nur einen menschlichen Akzent sprechen.
Auf jeden Fall haben sie immer mit Vorurteilen zu kämpfen.
Von Geburt an ist der Halbelf ein unsteter Wanderer zwischen den Welten,
die Städte der Menschen erschrecken ihn ein wenig, aber sein Menschenblut
läßt ihn immer wieder zurückkehren.
Die beherrschenden Gefühle der Halbelfen anderen Völkern gegenüber
sind Neid und Unsicherheit. Es fällt ihnen schwer zu akzeptieren,
wenn sie einfach neutral als Person angenommen werden - aufgrund
schlechter Erfahrungen vermuten sie immer einen Hintersinn. Dies
gilt insbesondere im Umgang mit Elfen und Menschen.
Den Dunkelelfen begegnen sie mit noch mehr Vorsicht und Zurückhaltung als es
Menschen tun, andererseits aber jederzeit bereit, ihnen üble "Streiche"
zu spielen.
Zwergen und Trollen gegenüber ahnen sie eine gewisse Seelenverwandschaft,
da auch diese Völker von Elfen und Menschen oftmals nicht für voll genommen
werden, ihrerseits aber keine Vorurteile gegenüber den "Bastarden" hegen.
Daher kennt man einige Berichte über tiefe Freundschaften zwischen Troll
bzw. Zwerg und Halbelf.
Allen anderen Völkern gegenüber projiziert der Halbelf oftmals eine grosse
Menge Hass und Verachtung. Er ist bekannt als rücksichtsloser, ja, grausamer
Kämpfer, der etwa Orks, Rattenmenschen und anderen "Halbwesen" gegenüber
keine Gnade kennt.
Halbelfen sind die typischen Barden und Gaukler, wenn sie sich nicht
auf den Umgang mit Tieren spezialisiert haben. Ihre Leichtfertigkeit im
Hinblick auf fremdes und eigenes Leben steht ihnen bei einer sesshaften
"Karriere" meist im Weg. Sie streben i.d.R. nicht nach Reichtümern, auch
wenn sie allen Berufen und Ständen angehören können. Wenn sie sich allerdings
irgendwo "zuhause" fühlen, können sie auch eine immense Einsatzbereitschaft
entwickeln.