Ein normal gewachsener Zwerg geht einem normal gewachsenen Menschen
ungefähr bis zur Brust (Männer sind ca. 110-135 cm groß, Frauen etwas
kleiner). Allerdings gibt es auch hier Schwankungen, sodass es durchaus
vorkommen kann, dass ein stattlicher Zwerg einem sehr kleinen Menschen
problemlos und direkt in die Augen schauen kann.
Ein weiteres markantes Merkmal ist der Bart der Zwerge, auf den sie sehr
stolz sind und den sie oftmals kunstvoll geflochten tragen (auch Frauen
haben des Öfteren einen Bartansatz, welcher als attraktiv gilt).
Zwerge sind meistens untersetzt, von zäher Beschaffenheit und mit einer
extremen körperlichen Belastbarkeit gesegnet.
Zwerge sind ein arbeitsames und fleißiges Volk, das den Großteil
seines Lebens in der Binge - der unterirdischen Heimat der Zwerge -
verbringt.
Zwerge sind darauf bedacht, ihre Waren so teuer wie möglich zu verkaufen.
Obwohl diese Bestrebung bei nahezu allen Völkern anzutreffen ist, ist
diese Eigenschaft bei Zwergen besonders ausgeprägt, sodass sie selbst
vor kleineren Gaunereien und Betrügereien nicht zurückschrecken, um
ihrer Sparsamkeit, die oftmals in Geiz ausartet, nachzukommen.
Man sagt den Zwergen bisweilen Starrköpfigkeit nach, doch sind sie - wenn
sie Vertrauen gefasst haben - die treuesten Freunde und Verbündete.
Im Kampf stellen zwergische Krieger eine unglaubliche militärische Macht
dar und im direkten, fairen Zweikampf können es nur wenige mit ihnen
aufnehmen, denn sie verstehen sich in der Kunst des Rüstungsschmiedens
und dem Beherrschen schwerer Hiebwaffen (z.B. Äxte) wie kein anderes Volk.
Zwerge sind ein stolzes Volk und eine beleidigende und verletzende Bemerkung
über die Statur, den Bart oder gar die Vorfahren eines Zwerges zieht mit
großer Sicherheit zumindest eine Prügelei, wenn nicht sogar einen Zweikampf
auf Leben und Tod nach sich. Ein Zwerg verliert lieber einen Kampf, als dass
er sich beleidigen lässt! Wobei er – seinen eigenen späteren Berichten
zufolge – den Kampf selbstverständlich gewonnen hat. Zwergischen Geschichten
und Berichten sollte man daher grundsätzlich die eine oder andere maßlose
Übertreibung zugestehen.
Zwerge verstehen die Magie nicht und stehen ihr deshalb misstrauisch und
ablehnend gegenüber. Auch schützende Zauber, die sie nicht kennen, sind in
ihren Augen "Hexerei" und der Magier sollte einen guten Grund haben, den
Zwergen ohne dessen Einverständnis "verhext" zu haben, will er nicht als
"Dank" für einen gutgemeinten Heilzauber plötzlich die Axr des Geheilten zu
spüren bekommen.
Des Weiteren ist ein Zwerg gierig, geizig und fast nur auf Profit aus.
Allerdings findet er auch Vergnügen an stundenlangem Handeln, und es soll
schon vorgekommen sein, dass jemand auf diese Weise zwergische Waren zu
halbwegs angemessenen Preisen erhalten hat.
Außerdem wirken Zwerge oft schlecht gelaunt, griesgrämig und launisch .
In einer solchen Gefühlslage sollte man einem Zwergen nicht zu nahe treten.
Das Trinken lieben die Zwerge beinahe ebenso wie das Gold und für ein
(oder zwei oder drei...) frisches Zwergenbier ist ein Zwerg immer zu haben.
Zwerge verhalten sich gegenüber den meisten Menschen neutral, da sie
wissen, dass es noch eine junge Rasse ist und da sie auf die
Handelsbeziehungen mit den Menschenstädten angewiesen sind.
Dunkelelfen gegenüber verhalten sie sich misstrauisch und zuweilen
feindselig, weil es die Drow waren, die im Zuge ihrer Eroberungszüge
die Städte der Zwerge attackierten.
Mit Elfen versteht sich kaum ein Zwerg wirklich und es kommt des Öfteren
zu Auseinandersetzungen zwischen diesen beiden Völkern, die sich allerdings
nur im seltensten Falle in Gewalt entlädt. Dieser Konflikt hat seinen
Ursprung in dem - (nicht nur) aus zwergischer Sicht - arroganten,
besserwisserischen und hochmütigen Verhalten der Elfen.
Trolle und Orks sind die Erzfeinde der Zwerge und sie sind immer darauf
bedacht, diese beiden Völker zu bekämpfen, wo immer sie mit ihren Raubzügen
und Wegelagereien Unheil anrichten. Entsprechend misstrauisch und unsicher
verhalten sich die Zwerge denn auch gegenüber den zivilisierten Trollen.