Die Nordlandbarbaren sind eine auf Lostland zugereiste Rasse, ein ganz besonderer Schlag „Mensch“.
Nach einem schweren Kampf, in dem sie die zivilisierten Trolle fast ausnahmslos besiegt haben, sind
allerdings nur wenige von ihnen übrig geblieben. Die wenigen sind vor allem sehr junge Leute und viele
Kinder, sowie Frauen und einige wenige Krieger.
In kurzer Zeit haben sie die Überreste des alten Trolldorfes beseitigt und ein neues, ihren
Gewohnheiten entsprechendes Dorf errichtet.
Die Nordmänner nennen ihr neu gebautes Dorf "Hammershag", nach dem Vater des letzten Anführers.
Im Dorf steht ein Langhaus, der Treffpunkt aller Versammlungen und Lebensmittelpunkt derjenigen,
die noch kein eigenes Heim besitzen. Eine Hütte ist für die Schätze, die auf künftigen Beutezügen
und Schlachten erworben werden, dort steht auch ein Verwalter des Goldes und bewacht das vorhandene
Vermögen.
Die anderen Hütten sind bislang leer, für die kommende Generation des neuen Volkes. Ach ja, es
gibt auch noch einen Stall, in dem die riesigen Nordlandbären heranwachsen. Die Eisbären müssen
die Barbaren auf sich prägen und die Jungen solange füttern, bis sie erwachsen sind um darauf
nach herkömmlicher Art zu reiten.
Groß und kräftig gebaut sind diese Leute, Männer wie Frauen tragen ihr meist blondes Haar gern in
geflochtenen Zöpfen. Lederkleidung ist ihnen am Liebsten, doch auch kräftig gefärbte Wollkleidung
mögen sie gern. Ihre Namen sind oft mit denen ihrer Vorfahren verknüpft, bei den Männern mit denen
des Vaters, bei den Frauen mit denen der Mutter. Nur bei den Schamanensöhnen gibt es eine Ausnahme.
Die tragen mit Stolz den Namen ihrer Mutter im Nachnamen. (Björn Jansson, Helge Garversson,
Hildgard Mirnasdotter sind typische Namen)
Dieses Volk ist sehr gesellig, liebt Feste und Saufgelage (mit ihrem Nordlandschnaps) und achtet
die Gastfreundschaft als höchstes Gut. Wer eine "persönliche Einladung" ausgesprochen bekommt, kann
von einem Barbaren nicht angegriffen werden solange er nicht selber angreift.
Die Barbaren haben die hiesigen Götter mit ihren verglichen und sich Tempus und Eilistraee
als Hauptgottheiten herausgesucht, das entspricht am ehesten den ihnen alt bekannten aus der
Heimat. Selbstverständlich sind sie auch den anderen nicht abgeneigt, können nur weniger mit
ihnen anfangen.
Die Männer sind bärenstarke Kämpfer, nicht klug, aber sicher auch nicht blöd. Wenn sie in Kampfwut
geraten gehen sie auch schon mal Berserk. Sie sind ausschließlich schwere Kämpfer, tragen durch die
Schamanin des Dorfes behandelte schwere Knochenrüstungen und Orc-Helme und reiten auf Eisbären in
den Kampf und auf die Jagd. Unverkennbar ist, dass kein Nordmann kämpfen wird ohne zugleich ein Schlachtlied
zu gröhlen.
Frauen sind die Handwerkerinnen. Sie fertigen Schmiedewaren und Möbel. Mit Feinschmiedesachen und
feinen Schnitzereien haben sie nichts am Hut, die kaufen sie lieber ein. Ebenso tun sie sich schwer
als Schneiderinnen. Gelehrte gibt es keine unter den Barbaren, ebenso wenig wie Kampfmagier oder Magier.
Dafür gibt es die Schamanin und den Skalden (Barden).
Das Verhältnis zu den anderen Völkern zeichnet sich aus durch eine art neugierig-unschuldiges
Misstrauen. Elfen und Zwerge haben die Nordmänner und -frauen noch nie zuvor gesehen. Nicht nur
innerhalb ihres Volkes wird deutlich, dass die männlichen Barbaren grundsätzlich alle
Frauen hoch- und wertschätzen. Nie würde ein Mann einer Frau ein Leid antun, vielmehr
versteht er sich als der geborene Beschützer. Das würde ihn zwar nicht daran hindern,
sie im Extremfall kurzerhand zu entführen (und darauf zu vertrauen, dass sie sich im Laufe
der Zeit in ihn verlieben MUSS, so ein toller Kerl, wie er ist). Allerdings wird er es nie
zulassen, dass etwa eine Frau in seiner Gegenwart angegriffen wird - wer also etwa Streit mit
einer Amazone sucht sollte darauf achten, dass kein Nordmann zugegen ist (auch wenn der der
Amazone Vorhaltungen machen und kein Verständnis für eine bewaffnete Frau haben wird -
nachdem er den anderen Mann erschlagen hat!).
Die neuen Barbarenchars sind also die gerade erst erwachsen gewordenen Jugendlichen und Kinder der
Überlebenden.