Eilistraee ist die
Göttin des Schutzes, der Jagd und der rauschenden Feste. Ihr Zeichen ist
der Bogen und der abnehmende Mond.
Eilistraee liebt den
wilden Tanz und die Musik der Barden, wenn sie zum Feste aufspielen.
Wenn sich viel Volk versammelt und miteinander fröhlich ist, dann
lächelt ihr schönes, dunkles Gesicht. So mancher hat ihre Anwesenheit
dabei schon erblickt, tanzend, mit wehendem, weißem Haar im Mondlicht.
Manchmal kann man ihre Stimme in den Wäldern ihrer Anhänger vernehmen.
Sie klingt wie ein leises, aber sehr kraftvolles Lied. Jeder der dieses
Lied hört, weiß, dass Eilistraee irgendwo um ihn ist.
Sie selbst ist eine
noch sehr junge und meist neutrale Göttin. Sie ist in keiner weise mit
Lloth oder einer anderen chaotisch bösen Gottheit zu vergleichen. Ank-Hyl
selbst sandte sie in die Welt um denen Schutz zu bieten, die keine Aufnahme
fanden, bei den anderen Völkern oder unter einem fremden Dach. Jene wenigen
Dunkelelfen, die sich aus den Klauen der bösartigen Gottheiten winden
konnten und dem Unterreich für immer den Rücken gekehrt haben, fahrendes
Volk, Halbwesen, entflohene Magier, Krieger und Bauern beten meist zu
Eilistraee der "Schutzherrin des Heimes" oder der "Dunklen Maid", wie
sie auch oft genannt wird.
Eilistraee respektiert
das Leben und hasst den Kampf, den Krieg und die Zerstörung. Sie liebt
alles was Freude und Zusammenhalt unter ihren Anhängern fördert. Ihre
Liebe zur Jagd, die einhergeht mit ausgeprägtem Respekt vor der Beute,
der Natur und dem Leben machte sie darüber hinaus zur Schutzpatronin
der Waldläufer und Jäger. Eilistraee mischt sich selten in die
Angelegenheiten ihrer Anhänger ein, und sie schickt auch nur selten
einen Avatar, um ihnen im Kampf oder Notsituationen beizustehen.
E ilistraees Glaube
richtet sich nach sechs wichtigen Grundsätzen:
- Hilf den Starken, den Schwachen, den Dankbaren und den Groben gleichermaßen
- Sei immer freundlich, außer zu dem Bösen.
- Ermutige überall zum Glücklichsein; ermuntere Herzen mit freundlichen
Worten, Liedern, Fröhlichkeit und Musik.
- Verteidige und unterstütze jedermann, fördere die Harmonie zwischen
den Rassen.
- Fremde sind deine Freunde. Den Heimatlosen muss Schutz vor Stürmen
gewährt werden, auch unter deinem Dach.
- Vergilt Grobheit mit Freundlichkeit. Vergilt Gewalt mit rascher
Gewalt, damit möglichst wenige verletzt werden und Gefahr schnell aus
dem Land gebannt wird.
Das alles heißt nicht, d
ass Anhänger von Eilistraee nicht kämpfen. Sie liebt Geselligkeit und Tanz
ebenso wie Verständnis und Toleranz doch nicht immer gelingt dieses.
So werden alle Anhänger der Göttin angehalten, den Umgang mit Schwert
und vor allem dem Bogen zu üben. Denn müssen sie sich zur Wehr setzen,
tun sie dies schnell, gekonnt, mit jedem verfügbaren Mittel und mit
konsequenter Härte.
I nnige Liebe verbindet
Eilistraee mit ihrer Schwester Lill, der lichten Göttin der Hochelfen, und
dem "Kleinen Bruder". Muraddins Fleiß gegenüber zeigt sie Respekt, während
Tempus mit seinem ausgeprägten Gefühl für Ehre und Standesdenken oft ihr
Widersacher in scharfen Wortgefechten ist, müssen die Kinder der EIlistraee
doch oft genug gegen "ehrenhafte", aber gleichsam dünkelhafte Ritter
widerstehen.
Als die alte Welt
aufgegeben werden musste ging Eilistraee mit durch das Tor der Welten
um den Vertriebenen zu einer neuen Heimat zu verhelfen und für ihren
Schutz in der neuen Welt zu sorgen.